Die DMEA in Berlin ist vergangene Woche zu Ende gegangen. Neben der Keynote Lauterbachs, spannenden Vorträgen und etlichen Terminen haben wir von der Redaktion nicht nur viele Interviews geführt, sondern die Höhepunkte der Veranstaltung zusammengefasst.
Nach drei aufeinanderfolgenden Messetagen in der vergangenen Woche steht der Termin für das nächste Jahr fest: vom 21. bis zum 23. April wird die DMEA 2026 stattfinden.
Von Stand zu Stand, von Vortrag zu Vortrag: Vom 8. bis 10. April war die Messe Berlin voller Menschen. In den vergangen Jahren hat sich die DMEA von zwei auf sechs Hallen vergrößert. Und mit dem Zuwachs an Räumen, Bühnen, Ausstellern und digitalen Lösungen ist auch die Zahl der Speaker und Besucher gestiegen.
Auch in diesem Jahr startete Prof. Dr. Karl Lauterbach mit seiner Keynote. Während zu diesem Zeitpunkt noch einige Teilnehmende im Zug steckten und mit einer schlechten Internetverbindung bei der Live-Übertragung kämpften, verkündete Lauterbach wichtige Neuigkeiten zur elektronischen Patientenakte (ePA): Ärzte und Psychotherapeuten können die ePA zunächst freiwillig nutzen. Sanktionen solle es für sie nicht geben.
Der Verzicht auf eine sofortige Nutzungspflicht stieß auf allgemeine Zustimmung – nicht nur bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK), sondern auch bei den vielen Ausstellenden auf der Messe. Auch dass die ePA ein wertvoller Bestandteil der künftigen digitalen Gesundheitsversorgung sei und nun schrittweise in den kommenden Wochen eingeführt werde, wurde von vielen Teilnehmenden begrüßt. Sebastian Hilke ist im Bereich Gesundheit bei Bayern Innovativ tätig und erklärte beispielsweise, dass die elektronische Patientenakte in ihrer jetzigen Form gut aufgestellt sei, jedoch noch Zeit brauche, um mit Inhalten gefüllt zu werden. In dieser Zeit könnten die Menschen ihren Mehrwert erkennen – und früher oder später werde dieser Mehrwert für alle spürbar sein.
Am Stand der gematik sprachen wir mit Maike Frieben, Produktmanagerin der ePA bei der gematik und Ärztin. Sie erklärte mehr zur elektronischen Patientenakte: „Die ePA hat momentan im Grunde zwei zentrale Bereiche: eine datenbasierte Medikationsliste, gespeist durch E-Rezepte und Apothekenabgaben, sowie eine dokumentenbasierte Ablage. Wir möchten aber zunehmend von Dokumenten hin zu strukturierten Daten gehen.“
Mit dem „digitalgestützten Medikationsprozess“ steht bereits das erste große Folgeprojekt in den Startlöchern, für das die Medikationsliste die Grundlage bildet. Daran wird die gematik in den nächsten Monaten und voraussichtlich auch im nächsten Jahr intensiv weiterarbeiten. Ziel sei es, Patientinnen und Patienten in der Anwendung besser zu unterstützen – durch mehr Information, mehr Kontext und mehr Struktur. Auch Labordaten, Entlassmanagement und Bilddaten sollen perspektivisch integriert werden. Frieben betont: „Da gibt es einige größere Projekte – und wir arbeiten nun mit Hochdruck daran.“
Ein weiteres Highlight war selbstverständlich unser Live-Podcast „Healthcare Digital“. Bei der Podcast Area in Halle 5 haben wir Dr. Theresa Ahrens, Diplom-Molekularmedizinerin und Abteilungsleiterin im Bereich Digital Health Engineering, getroffen. Sie erklärte uns, was digitale Patientenzwillinge genau sind, welche spannenden Projekte es sonst noch im Fraunhofer IESE gebe und welchen Hürden sie im Datenschutz oder beim AI Act begegnen. Außerdem haben wir sie nach ihren Wünschen gefragt, um ihre Forschungen vorantreiben zu können. Zur Sprache kam auch die neue Bundesregierung und welche Forderungen sie an einen neuen Bundesgesundheitsminister stellen würde. Ihre Antwort: Ahrens würde sich zunächst einmal viel lieber eine Bundesgesundheitsministerin wünschen.
Der Live-Podcast ist bereits online und beispielsweise auf Spotify zu hören. In dieser Folge tritt nicht nur Dr. Ahrens, sondern auch Prof. Dr. Karl Broich, Präsident des Bundesministeriums für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf. Wir haben ihn direkt am Stand getroffen und über das „Top-Thema“ Digitalisierung in der Patientenversorgung gesprochen. Ab Sommer soll außerdem das Forschungsdatenzentrum des BfArMs starten. Broich erklärte, welche Aufgaben dieses übernimmt, welche Vorteile sich für Bürgerinnen und Bürger ergeben und wie sicher ihre Daten tatsächlich sind.
„Sowohl die elektronische Patientenakte als auch die Daten im Forschungsdatenzentrum bauen zunächst auf Vertrauen. Allein deshalb müssen wir da diese hohen Sicherheitsstandards gewährleisten und das haben wir auch getan“, sagte er. „Die Daten fließen schließlich nirgendwo hin, die bleiben dort, wo sie sind.“
Stand: 08.12.2025
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