Studienalltag
Social Media „schadet“ dem Arbeitsgedächtnis

Von Stephan Augsten 3 min Lesedauer

Schon 30 Minuten des Scrollens durch soziale Medien genügen, um die kognitive Leistung spürbar zu beeinträchtigen – mit potenziellen Folgen für Lern- und Arbeitsprozesse. Das zeigt eine aktuelle Studie an indischen Medizinstudierenden.

Eine prospektive Vergleichsstudie belegt, dass sich schon kurze Social-Media-Nutzung negativ auf das Arbeitsgedächtnis von Medizinstudierenden auswirkt.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Eine prospektive Vergleichsstudie belegt, dass sich schon kurze Social-Media-Nutzung negativ auf das Arbeitsgedächtnis von Medizinstudierenden auswirkt.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

TikTok, Facebook und Instagram, Youtube: Gerade junge Menschen treiben sich viel in sozialen Medien herum, auch im Studienalltag. Doch was macht das ständige Scrollen mit der kognitiven Leistungsfähigkeit? Das wollten Forschende des ESIC Medical College and Hospital im indischen Alwar herausfinden. Ihre prospektive Vergleichsstudie belegt eindeutig: Bereits kurze Social-Media-Nutzung wirkt sich deutlich negativ auf das Arbeitsgedächtnis aus.

Deutliche Leistungsunterschiede nach Digitalkonsum

An der Untersuchung nahmen 140 Medizinstudierende im Alter zwischen 17 und 27 Jahren teil. Knapp zwei Fünftel (41,4 Prozent) waren männlich, eine Mehrheit von 88,6 Prozent stammte aus dem Bundesstaat Rajasthan. Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Social-Media-Gruppe scrollte unmittelbar vor der Testung mehr als 30 Minuten durch soziale Netzwerke, während die Kontrollgruppe in dieser Zeit nicht-digitalen Aktivitäten wie dem Lesen von Zeitschriften nachging.

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