Die in den vergangenen Jahren gewonnene Flexibilität durch telemedizinische Anwendungen hat gleichzeitig neue Angriffsmöglichkeiten für Cyberkriminelle geschaffen. Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS), Malware, Ransomware und andere kriminelle Aktivitäten haben deutlich zugenommen. Mit SASE können Krankenhäuser und Arztpraxen jedoch vorbeugen.
Um sich vor zunehmenden Cyberattacken zu schützen, muss das Gesundheitswesen in puncto Cybersecurity neue Wege gehen
Videosprechstunden, Telechirurgie – in den letzten Jahren gab es einige Neuerungen in der Telemedizin. Die neuen Möglichkeiten bieten allerdings Hackern auch zusätzliche Angriffsfläche und bergen neue Risiken. Arztpraxen und Krankenhäuser arbeiten mit sensiblen Gesundheitsdaten und müssen ihre Patienten zuverlässig vor Online-Angriffen schützen. Vor allem in der Pandemie haben DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service), Malware, Ransomware und andere kriminelle Aktivitäten zugenommen. Einem Bericht von Omdia zufolge ist die Zahl der Sicherheitsbedrohungen über Netzwerkanwendungen, öffentliche und private Clouds sowie feste und mobile Endpunkte seit 2020 deutlich gestiegen.
Für den Healthcare-Bereich gibt es eine zuverlässige Lösung, um sich zu schützen: SASE (Secure Access Service Edge). Mithilfe dieses Frameworks lässt sich ein SD-WAN mit Cloud-gestützter Sicherheit kombinieren und in die Arbeitsabläufe im Gesundheitswesen integrieren. Obwohl der Begriff erst 2019 geprägt wurde, hat SASE in den letzten zwei Jahren eine überraschend große Popularität erreicht. Ob und wie gut sich Cyberbedrohungen eindämmen lassen, hängt allerdings davon ab, wie SASE eingesetzt wird.
Corona: Katalysator für Veränderungen
In den letzten zwei Jahren waren viele Unternehmen im Gesundheitswesen gezwungen, ihre digitale Transformation zu beschleunigen. Ihre IT- und Sicherheitsteams mussten plötzlich Ärzte über Internetdienste vernetzen und absichern. Zudem galt es, Applikationen zur Verwaltung sensibler Gesundheitsdaten rasch in die Cloud zu verlagern und Videokonferenzen zu vertraulichen Themen zu schützen.
Laut Omdia wollen Unternehmen ihre Investitionen in verschiedene Sicherheitsmaßnahmen in den nächsten 18 Monate ausbauen. Hierzu zählen vor allem traditionelle Sicherheitsfunktionen wie Firewalls und ein besserer Schutz der Daten durch Kontrollen des Zugangs zu Netzwerken und Geschäftsanwendungen. Laut der Umfrage sind SASE-Anwender mit der Bereitstellung und dem Betrieb ihrer Security-Lösungen besonders zufrieden. Die Zufriedenheit erreichte den höchsten Wert, den Omdia seit 2017 für einen Netzwerktransformationsdienst verzeichnet hatte.
Voraussetzungen für SASE
Wie erfolgreich die Implementierung der Maßnahmen ist, hängt jedoch auch von der Sicherheitsstrategie des Krankenhauses oder der Praxis ab – und von der Beratung bei der Netzwerktransformation. Zu bedenken ist dabei, dass SASE weder eine eigenständige Technologie noch ein eigenständiger Service ist: Der Begriff beschreibt ein ganzes Paket von Diensten, das SD-WAN mit Cloud-gestützten Sicherheitsdiensten kombiniert. Durch die Integration von SD-WAN und Cloud-Security in einem gemeinsamen Framework verbessert SASE die Netzwerkleistung und reduziert die Sicherheitsrisiken. Bei der SASE-Lösung handelt es sich um ein komplexes Paket von Funktionen, deshalb sollten Unternehmen genau wissen, welche Komponenten sie benötigen, um ihre spezifischen Anforderungen optimal erfüllen zu können. Idealerweise arbeiten sie hier eng mit einem Partner zusammen, der über entsprechendes Know-how verfügt und sie beraten kann.
Unternehmen im Gesundheitswesen sind häufig auf externe Beschäftigte angewiesen, um ihre Kontaktzentren zu besetzen. Weil diese Mitarbeiter online auf vertrauliche Daten zugreifen und mit Kunden über Slack, Teams, Web-Chat und Telefon kommunizieren, braucht es spezielle Sicherheitslösungen für diese Kanäle. In der Vergangenheit wurden die Netzwerk- und Sicherheitsaspekte von verschiedenen Teams mit unterschiedlichen Prioritäten und Ansichten bearbeitet. Mit SASE ist aber eine übergreifende Zusammenarbeit zur Förderung des Informations- und Datenaustauschs möglich. Und das kann das gesamte Unternehmen schützen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Aufbruch in eine neue Arbeitswelt
Unternehmen können SASE entweder eigenständig oder mithilfe eines Managed Service Providers einrichten. Das Ziel bleibt das gleiche: ein ganzheitlicher, robuster Ansatz, der alle Netzwerkbereiche absichert – von der Zentrale und den Niederlassungen über die Rechenzentren bis zu Geräten, Menschen und Anwendungen. Wer bereits mit der Umsetzung begonnen hat, sollte seine Prozesse sorgfältig überprüfen, damit der Einsatz von SASE auch wirklich effektiv ist. Fest steht, dass das Framework Firmen langfristig unterstützen kann. Und auch die Patienten im Healthcare-Bereich wissen es zu schätzen, wenn ihre Gesundheitsdaten zuverlässig geschützt sind.
Gregor Chroner ist Director Solutions Consulting - Central Europe bei GTT.