Deutsches Reanimationsregister Reanimationsregister: Ersthelferquote stabil

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Laut aktueller Zahlen des Deutschen Reanimationsregisters für das Jahr 2025 ist die Ersthelferquote stabil. Ein wichtiger Pfeiler sind Retter, die per Smartphone-App alarmiert werden.

Erste Hilfe kann Leben retten.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Erste Hilfe kann Leben retten.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

„Uns zeigen diese Zahlen, dass etablierte Maßnahmen wirken – gleichzeitig brauchen wir zusätzliche Ansätze, um noch mehr Menschen frühzeitig zur Hilfe zu befähigen“, kommentiert Prof. Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Sprecher des Deutschen Reanimationsregisters, die aktuellen Zahlen. Die Quote der Wiederbelebungsmaßnahmen durch Ersthelfende lag 2025 – bezogen auf Fälle, bei denen der Herz-Kreislauf-Stillstand nicht durch den Rettungsdienst beobachtet wurde – bei 53,5 Prozent (Vorjahr: 55,4 Prozent). Die telefonische Anleitung zur Reanimation (Telefon-CPR) blieb mit 38,4 Prozent auf einem vergleichbaren Niveau (Vorjahr: 40,4 Prozent).

Datenbasis

Das Reanimationsregister erfasste erstmals auch Ersthelfer, die per Smartphone-App gezielt zur Hilfe gerufen wurden. Diese ergänzen die etablierten First-Responder-Strukturen, etwa aus Feuerwehr oder Hilfsorganisationen. In der Gruppe der nicht durch den Rettungsdienst beobachteten Ereignisse begannen First Responder laut Register in 6,8 Prozent und über Smartphones alarmierte Ersthelfende in 2,8 Prozent der Fälle mit Wiederbelebungsmaßnahmen noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes.

„Mit der neuen Datengrundlage können wir erstmals systematisch abbilden, welchen Beitrag zusätzlich alarmierte Ersthelfende leisten – und zugleich besser nachvollziehen, wie Hilfe im Notfall tatsächlich zustande kommt und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt“, erklärt Gräsner.

Dr. Matthias Fischer, der die Daten für das Deutsche Reanimationsregister ausgewertet hat, ergänzt: „Die aktuellen Werte zu den aktivierten Ersthelfenden sind noch vorsichtig zu interpretieren, da die Datenerhebung erst zur Jahresmitte begonnen hat. Mit einer vollständigen Datengrundlage und weiteren Aktivitäten in diesem Bereich ist hier künftig von höheren Anteilen auszugehen.“

Um die Ersthelfendenquote weiter zu erhöhen – in Skandinavien liegt diese bei über 70 Prozent –, werden Schulungen, Aufklärung und niedrigschwellige Angebote zur Reanimation empfohlen. Auch die telefonische Anleitung durch Leitstellen oder die Alarmierung von Ersthelfenden per Smartphone seien zentrale und wichtige Elemente.

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