Institut für digitale Gesundheitsdaten RLP Onkologischer Versorgungsatlas für Rheinland-Pfalz veröffentlicht

Von Natalie Ziebolz 1 min Lesedauer

Das Institut für digitale Gesundheitsdaten (IDG) hat einen neuen Onkologischen Versorgungsatlas für Rheinland-Pfalz veröffentlicht, der detaillierte Einblicke in die Versorgung der häufigsten Krebserkrankungen bietet. Der Atlas zeigt, wie weit Patienten für ihre Behandlung reisen müssen und wie der Anteil der Behandlungen in zertifizierten Zentren mit der Entfernung abnimmt.

Der Onkologische Versorgungsatlas gibt Überblick über das sektorenübergreifende onkologische Versorgungsnetzwerk in Rheinland-Pfalz.(Bild:  freshidea – stock.adobe.com)
Der Onkologische Versorgungsatlas gibt Überblick über das sektorenübergreifende onkologische Versorgungsnetzwerk in Rheinland-Pfalz.
(Bild: freshidea – stock.adobe.com)

Das Institut für digitale Gesundheitsdaten (IDG) hat einen umfassenden Onkologischen Versorgungsatlas für Rheinland-Pfalz vorgestellt. Dieser Atlas beschreibt detailliert die Versorgungsstrukturen der fünf häufigsten Krebserkrankungen – Brust, Darm, Harnblase, Lunge und Prostata – auf Basis von Real-World-Daten des Krebsregisters RLP. Die Analysen zeigen, welche Entfernungen Patienten aus verschiedenen Regionen für ihre Behandlung zurücklegen müssen und wie viele von ihnen sich in DKG-zertifizierten Zentren behandeln lassen. Dabei wird deutlich, dass der Anteil der Patienten in zertifizierten Zentren sinkt, je weiter die Entfernung zu diesen Zentren ist.

„Der Onkologische Versorgungsatlas ist ein hilfreiches neues Werkzeug, um datengestützte Entscheidungen zu treffen und die onkologische Versorgungslage zu verbessern“, erklärte Gesundheitsminister Clemens Hoch. Der ausführliche Bericht umfasst über 100 Seiten und bietet detaillierte Auswertungen zu Krankheitsgeschehen, Distanzberechnungen und der Inanspruchnahme von Versorgungseinrichtungen. Der Atlas kann kostenlos auf der Webseite des IDG heruntergeladen werden.

„Dieser Atlas macht regionale Unterschiede in der onkologischen Versorgung sichtbar und bietet datengestützte Informationen für Entscheidungsträger“, so Philipp Kachel, Geschäftsführer des IDG. Betroffene erhalten zudem eine Orientierungshilfe über bestehende Versorgungsstrukturen, Selbsthilfegruppen und Rehabilitationsmöglichkeiten. Zukünftig wird der Atlas regelmäßig aktualisiert und erweitert, unter anderem durch zusätzliche Indikatoren zur Beurteilung der Versorgungsqualität und grenzübergreifende Auswertungen mit Daten angrenzender Krebsregister.

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