Pilotierung des Medikationsplans ePA wird um neue Funktionen erweitert

Von Serina Sonsalla 1 min Lesedauer

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Seit dem 1. Juli erhalten die ePA-Apps der Krankenkassen nach und nach ein Update mit neuen Funktionen der elektronischen Patientenakte.

Der digital gestützte Medikationsprozess in der ePA wird schrittweise um neue Funktionen ergänzt und pilotiert. (Bild: ©  Premium Graphics - stock.adobe.com / KI-generiert)
Der digital gestützte Medikationsprozess in der ePA wird schrittweise um neue Funktionen ergänzt und pilotiert.
(Bild: © Premium Graphics - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die Gematik kündigte im Vorfeld einige Funktionserweiterungen für die ePA an. Diese werden nun schrittweise zur Verfügung gestellt: Bereits ab Mitte Juli erfolgt der Rollout des elektronischen Medikationsplans (eMP).

Mit den neuen Funktionen soll die ePA das Medikationsmanagement weiter verbessern und Versicherten mehr Transparenz über Inhalte und Zugriffe in ihrer Patientenakte bieten. Der Medikationsplan spielt dabei eine wichtige Rolle: Während die Medikationsliste eine Übersicht über alle aktuell verordneten Medikamente bietet, soll der eMP mehr Überblick ermöglichen. Der Plan zeigt die institutionsübergreifende Gesamtmedikation mit weiterführenden Hinweisen, sodass Versicherte ihre Therapie sicher und erfolgreich umzusetzen können. Darüber hinaus ermöglicht die neue Ausbaustufe der ePA, in der elektronischen Medikationsliste Nachträge zu OTC-Arzneimitteln und Betäubungsmitteln zu ergänzen.

Während der Pilotierungsphase können erste Einrichtungen in den Modellregionen die neuen Funktionen testen. Langfristig soll der digitale Medikationsplan schließlich den bundeseinheitlichen Medikationsplan (BMP) ersetzen.

Für Versicherte bieten die neuen Funktionen auch mehr Kontrolle über die eigenen Gesundheitsdaten. Dabei empfangen sie ab sofort auch Push-Benachrichtigungen über weitere Aktivitäten rund um ihre ePA – sofern sie diese nicht in ihren Einstellungen deaktivieren. Dazu zählen beispielsweise neu eingestellte Dokumente wie Entlassbriefe nach einem Krankenhausaufenthalt oder Zugriffe auf die Patientenakte durch eine Facharztpraxis. Welche Ereignisse eine Benachrichtigung auslösen, können Patientinnen und Patienten individuell in der App festlegen. Der Vorteil: Push-Benachrichtigungen halten Versicherte in Echtzeit über Aktivitäten in ihrer ePA auf dem Laufenden.

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