Cybersicherheit im Gesundheitswesen

Die Rolle des CISO im Wandel

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Darüber hinaus gilt: Gestohlene persönliche Daten von Patienten fallen schwerer ins Gewicht als beispielsweise beim Online-Shopping abgegriffene Kreditkartendaten. Denn Kreditkarten können einfach gesperrt werden. Einmal gestohlene sensible Patientendaten dagegen werden im schlimmsten Falle veröffentlicht. In letzter Zeit haben Cyberkriminelle ihr Drohpotential gesteigert und verschlüsseln nicht mehr nur Daten, sondern exponieren diese als letzten Eskalationsschritt im Web.

Nicht nur die Wanna-Cry-Angriffswelle vor gut fünf Jahren zeigte, dass Cyberkriminelle keine Skrupel haben und auch gezielt Krankenhäuser angreifen. Einrichtungen des Gesundheitswesens sind hier generell vulnerabler als Unternehmen vergleichbarer Größe aus anderen Branchen. Denn sensible Patientendaten werden heute in einer Vielzahl von miteinander vernetzten medizinischen Endgeräten gespeichert. Treten hier Störungen auf, sei es durch Cyberangriffe oder Softwarefehler, kann die Gesundheit von Menschen gefährdet werden. Zum einen spielen inkorrekte oder fehlende Behandlungsdaten eine Rolle, zum anderen kann es schlicht dazu kommen, dass wichtige Medizingeräte nicht mehr benutzt werden können. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, dass Kriminelle Patientendaten böswillig verändern oder Medizingeräte manipulieren. Bei Geräten etwa, die mit Strahlung arbeiten, ist dies lebensgefährlich.

Mit welchen Lösungen lässt sich den Herausforderungen begegnen?

Die Lage ist insgesamt angespannt und so schnell ist hier kein Ende in Sicht. Umso wichtiger ist es, dass Gesundheitseinrichtungen ihre Schutzvorkehrungen hochfahren. Dafür eignen sich folgende Maßnahmen:

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist der Angriff vor Ort. Deshalb ist es in einem ersten Schritt wichtig, Arbeitsplatzrechner und medizinische Geräte durch strenge Zugriffsrechte vor unberechtigtem physischem Zugriff zu schützen. Unerlaubte Workarounds, wie unter mehreren Mitarbeitern geteilte Passwörter oder in manchen Fällen sogar gänzlich ungesicherte Systeme, müssen endlich ein Ende haben. Damit die Anwendungen dennoch schnell und einfach zugänglich sind, eignen sich insbesondere zeitsparende Verfahren wie Smartcards oder Gesichts- und Fingerabdruck-Erkennung.

Genauso wichtig ist ein stringentes Identitätsmanagement. Nur wenn auf kohärente Weise Benutzergruppen mit bestimmten Rechten definiert werden und diese Rechte Mitarbeitern schnell gegeben und wieder entzogen werden können, steht die IT-Sicherheit in Krankenhäusern auf einem festen Fundament. Wenn nicht jederzeit klar ist, wer über welche Zugriffsrechte verfügt, gibt es zwangsläufig Schwachstellen, die Cyberkriminelle gezielt ausnutzen werden.

IT-Sicherheitsspezialisten haben Lösungen im Angebot, die die Arbeit mit IT-Systemen und Medizingeräten direkt vor Ort sicherer machen und den Zugriff auf sie vereinfachen. Das beinhaltet zahlreiche Integrationen wie zur elektronischen Patientenakte oder zwischen Medizingeräten unterschiedlicher Art. Darüber hinaus liegen für CISO aber auch Lösungen bereit, das Thema Identitätsmanagement anzugehen und sich die tägliche Arbeit durch automatisiertes Rechtemanagement einfacher zu machen. Das gibt ihnen mehr Zeit, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren und Cyberbedrohungen einen Schritt voraus zu sein.

Uwe Dieterich
ist Vertriebsleiter Healthcare bei Imprivata

Bildquelle: Imprivata

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