Medizinischer Fortschritt Daten für eine bessere Frauengesundheit

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Deutschland muss die Gesundheit von Frauen in Forschung, Diagnostik und Therapie stärker berücksichtigen – das mahnt der ZVEI e. V. an und fordert die Bundesregierung auf, die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung und industrielle Entwicklung zügig zu verbessern.

Sarah Bäumchen, Geschäftsführerin des ZVEI e. V.(Bild:  ZVEI – Melanie Bauer)
Sarah Bäumchen, Geschäftsführerin des ZVEI e. V.
(Bild: ZVEI – Melanie Bauer)

Der ZVEI Verband der Elektro- und Digitalindustrie fordert eine Änderung im geplanten „Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG)“: Die Nutzung pseudonymisierter und anonymisierter Behandlungsdaten zu Forschungs- und Entwicklungszwecken solle erlaubt sein, auch durch die Industrie. „Moderne Medizintechnik und KI-gestützte Diagnostik tragen dazu bei, Erkrankungen bei Frauen früher zu erkennen und präziser zu behandeln. Leider fehlt es oft an einer guten Datenbasis“, begründet ZVEI-Geschäftsführerin Sarah Bäumchen die Forderung.

Diagnostik und Therapie orientieren sich bis heute vornehmlich am männlichen Standard. Bäumchen: „Herzinfarkt-Symptome zeigen sich bei Frauen anders als bei Männern und werden daher oft falsch diagnostiziert. Um hier gegenzusteuern, braucht es belastbare Daten und die Möglichkeit für Forscherinnen und Forscher, sie zu nutzen. Sonst bleiben Versorgungslücken offen.“ Dass die EU die Chance verpasst habe, mit dem KI-Omnibus das Verhältnis von Medizinprodukterichtlinie und KI-Verordnung zu klären, sei vor diesem Hintergrund „besonders bitter“.

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