Aufklärungsdrohne für den Katastrophen- und Krisenfall Drohnenbasierte 5G-Lösung für Einsatzkräfte

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Kommunikation zwischen Einsatzkräften, Echtzeitübertragung von Lagebildern, Fernsteuerung von Robotern: Zum Abschluss des Projekts AMADEUS demonstrierte Fraunhofer FOKUS gemeinsam mit Partnern eine 5G-gestützte Drohnenlösung für Rettung und Katastrophenschutz.

Die im Forschungsprojekt AMADEUS entwickelte 5G-Box wurde in eine Schwerlastdrohne integriert und ermöglicht den Aufbau eines autarken Breitbandnetzes für Einsatzkräfte.(Bild:  Philipp Plum / Fraunhofer FOKUS)
Die im Forschungsprojekt AMADEUS entwickelte 5G-Box wurde in eine Schwerlastdrohne integriert und ermöglicht den Aufbau eines autarken Breitbandnetzes für Einsatzkräfte.
(Bild: Philipp Plum / Fraunhofer FOKUS)

Im Rahmen des Forschungsprojekts AMADEUS entwickelte ein Konsortium aus Fraunhofer FOKUS, der Technischen Hochschule Wildau, der Hilfsorganisation CADUS e. V., Roboverse Reply GmbH, der Technischen Universität Berlin und der MIT GmbH eine mobile Breitbandlösung für Katastrophen- und Kriseneinsätze, die unabhängig von bestehender Infrastruktur aus der Luft betrieben werden kann. Dazu wurde laut Fraunhofer die hauseigene 5G-Lösung Nomadic Node so weit miniaturisiert, dass sie von einer Schwerlastdrohne transportiert werden kann. „Umfang und Leistungsfähigkeit wurden gezielt auf die Anforderungen von Katastrophen- und Rettungseinsätzen abgestimmt“, heißt es dazu von Fraunhofer.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Beispielsweise kann über das von der Drohne bereitgestellte 5G-Netz aus einem Kontrollraum ein Roboter gesteuert werden, der zur Personensuche in gefährlichen Umgebungen eingesetzt wird. Gleichzeitig überträgt eine Aufklärungsdrohne Videodaten in Echtzeit und unterstützt damit die Lageerkundung aus der Luft.

„Die erfolgreiche Abschlussdemonstration zeigt das Potenzial von schnell verlegbaren Kommunikationsnetzen für den Bevölkerungsschutz“, betont Marc Emmelmann, Projektleiter bei Fraunhofer FOKUS. „Künftig könnten derartige Systeme dazu beitragen, eine Vernetzung von Menschen, Robotern und Drohnen auch dann aufrechtzuerhalten, wenn bestehende Infrastrukturen nicht mehr verfügbar sind, und so die Koordination von Rettungsmaßnahmen sowie die Sicherheit der Helferinnen und Helfer verbessern.“

Auch aus Sicht der Einsatzkräfte ist das System eine große Unterstützung. „Ein stabiles Kommunikationsnetz ist essenziell in der Nothilfe: Es ermöglicht gezielte Rettung durch ein umfassendes Lagebild und sorgt für die Sicherheit des Einsatzteams“, sagt Dr. Corinna Schäfer von CADUS e. V., einer international tätigen Hilfsorganisation aus Berlin.

AMADEUS

Das Projekt AMADEUS (Airborne reMote observAtion anD rEscUe ActivitieS) wurde von der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) nachgelagert zum Bundesministerium des Innern gefördert und von der TH Wildau koordiniert.

Projekt AMADEUS

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