GKV-Reform
Effizienz statt Umverteilung

Von Johannes Kapfer 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das GKV-Beitragstabilisierungsgesetz soll die Kassenfinanzen kurzfristig stabilisieren – doch im Bundesrat hagelt es Kritik. Zwei Experten des Dienstleisters ]init[ fordern einen grundlegenderen Ansatz weg vom Verschieben von Defiziten, hin zu Standardisierung, Konsolidierung sowie einem konsequenten Umgang mit Daten.

Digitalisierung nach dem Gießkannenprinzip ist nur selten von Erfolg gekrönt. Strukturiertes Vorgehen hingegen schont Ressourcen und maximiert signifikant.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Digitalisierung nach dem Gießkannenprinzip ist nur selten von Erfolg gekrönt. Strukturiertes Vorgehen hingegen schont Ressourcen und maximiert signifikant.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Nach dem Kabinettsbeschluss hat auch der Bundesrat das GKV-Beitragstabilisierungsgesetz behandelt. Am 12. Juni verabschiedete die Länderkammer eine umfangreiche Stellungnahme und stellte sich geschlossen gegen zentrale Punkte des Entwurfs. Der Regierungsentwurf selbst räumt eine strukturelle Deckungslücke ein. Für 2027 rechnet er mit rund 15,3 Milliarden Euro, bis 2030 könnte sie auf etwa 40 Milliarden Euro anwachsen.

„Gefahr im Verzug“

Für Dr. Eckart Pech, Chief Business Officer Health bei der ]init[ AG ist die Sache klar: Das Gesetz adressiere ein „strukturelles, langfristiges und nachhaltiges Thema“. Deutschland leiste sich eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt – über 500 Milliarden Euro pro Jahr, Tendenz steigend. Während die Bevölkerung im Durchschnitt altere, stagniere die Lebenserwartung. „Das ist widersprüchlich, wenn man es zu den sehr hohen Gesundheitsausgaben in Beziehung setzt“, so Pech. In Summe ergebe das einen Cocktail, „auf den man strukturell, nachhaltig und langfristig reagieren muss“. Sonst sei das System bald nicht mehr finanzierbar.

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung