Interview Planungshilfe für den Hybrid-OP

Das Gespräch führte Julia Engelke 2 min Lesedauer

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Ein Hybrid-OP verbindet Chirurgie mit moderner Bildgebung. Das verbessert Diagnostik und Behandlung direkt im OP. Wie muss dafür die Planung aussehen? Darüber hat Devicemed im Interview mit Hans-Peter Bursig* vom ZVEI gesprochen.

„Gute Planung und Vorbereitung zu Beginn sind entscheidend dafür, dass der Hybrid-OP später effektiv genutzt werden kann“, so Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer Fachverband „Elektromedizinische Technik” im ZVEI. (Bild:  ZVEI/Melanie Bauer Photodesign)
„Gute Planung und Vorbereitung zu Beginn sind entscheidend dafür, dass der Hybrid-OP später effektiv genutzt werden kann“, so Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer Fachverband „Elektromedizinische Technik” im ZVEI.
(Bild: ZVEI/Melanie Bauer Photodesign)

Herr Bursig, warum wird es für Krankenhäuser zunehmend wichtiger, hybride Interventionsmöglichkeiten anzubieten?

Hans-Peter Bursig: Die Gesellschaft erwartet eine sichere und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung, die laufende Krankenhausreform setzt Anreize zu besserer Ressourcenallokation. Dafür bietet die Medizintechnik immer effektivere Lösungen. Auch unter Wettbewerbsaspekten gewinnen hybride Interventionsmöglichkeiten für Krankenhäuser an Bedeutung: Sie ermöglichen es, das Spektrum der medizinischen Akutversorgung zu erweitern und den Patientinnen und Patienten moderne, interdisziplinär nutzbare Behandlungsangebote bereitzustellen. So kommt der Hybrid-OP als Kombination aus konventionellem, chirurgisch ausgerichtetem OP und bildgebendem Verfahren (z.B. C-Bogen, CT oder MRT) bei immer mehr Anwendungen zum Einsatz, etwa bei Eingriffen der Gefäßchirurgie oder der Neurochirurgie.

Welche technischen und organisatorischen Anforderungen muss ein Hybrid-OP erfüllen, um effektiv genutzt werden zu können?

Bursig: Ein Hybrid-OP muss zunächst an den Anforderungen und Bedürfnissen des jeweiligen Krankenhauses ausgerichtet werden. Welche Fachrichtungen werden den Hybrid-OP nutzen? Welche Eingriffe will und kann die Klinik anbieten? Wie lässt sich ein vernetztes und zugleich sicheres Raumsystem erzeugen, auch hinsichtlich der IT-Sicherheit? Sind die Ergonomie und der Kollisionsschutz durchdacht? Daran und an anderen Fragen orientieren sich die technischen und organisatorischen Anforderungen. Gute Planung und Vorbereitung zu Beginn sind entscheidend dafür, dass der Hybrid-OP später effektiv genutzt werden kann.

Welche Ziele verfolgt die vom ZVEI entwickelte Planungshilfe für Hybrid-OP-Projekte in Kliniken?

Bursig: Die Planungshilfe unterstützt Krankenhäuser dabei, die oben beschriebene Planung und Vorbereitung strukturiert anzugehen. Ein Hybrid-OP als Großinvestition und in jedem Fall unikales Projekt umfasst eine komplexe Kombination unterschiedlicher Technologien und Produkte verschiedener Hersteller. Damit alles reibungslos im OP-Raum installiert und in der Praxis effizient eingesetzt werden kann, müssen die Kliniken im Vorfeld viele Entscheidungen unter medizinischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten treffen. Nachträgliche Korrekturen sind oft sehr kostspielig oder technisch unmöglich. Auch die Upgrade-Fähigkeit der Einrichtung müssen Kliniken von Anfang an mitdenken. Die Planungshilfe unterstützt dabei, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen zu stellen.

Zur Planungshilfe

Dieses Interview erschien ursprünglich bei unserer Schwesterpublikation Devicemed.

* Hans-Peter Bursig ist Geschäftsführer des Fachverbands „Elektromedizinische Technik“ im ZVEI, dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie.

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