Pläne des Bundesgesundheitsministeriums
„Das eigentliche Problem wird nicht gelöst“

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Der geplante Gesetzentwurf zum Primärversorgungssystem will Hausarztpraxen zur verpflichtenden Erstanlaufstelle machen. Christoph Viebig, COO der CKM Group, spricht im Interview über die Auswirkungen und mögliche – digitale – Lösungen.

„Das eigentliche Problem, dass unser Gesundheitssystem krank ist, wird dadurch nicht gelöst, die große Reform wird nur vertagt“, meint unser Interviewpartner.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
„Das eigentliche Problem, dass unser Gesundheitssystem krank ist, wird dadurch nicht gelöst, die große Reform wird nur vertagt“, meint unser Interviewpartner.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Wie bewerten Sie die aktuellen politischen Pläne rund um die Primärversorgung?

Viebig: Ehrlich gesagt, war das zu erwarten. Ein Gesundheitssystem, das sich nicht mehr selbst trägt, zwingt die Politik auf eine bekannte Schiene: Entweder werden Leistungen gekürzt oder Beiträge erhöht. Mit einem Sparvolumen von fast 19 Milliarden Euro allein im nächsten Jahr hat sich die Politik klar für Kürzungen entschieden und sagt selbst, dass es ein Stabilisierungsgesetz und keine Strukturreform ist. Das eigentliche Problem, dass unser Gesundheitssystem krank ist, wird dadurch nicht gelöst, die große Reform wird nur vertagt.

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