eHealth Summit 2026 Nach der Finanzierung beginnt die Arbeit

Von Stephan Augsten 3 min Lesedauer

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Die KHZG-Mittel laufen aus, die Folgekosten steigen, KI hält Einzug in den Klinikalltag. Auf dem eHealth Summit diskutieren geladene Entscheiderinnen und -Entscheider aus dem Gesundheitswesen am 4. und 5. November 2026 darüber, wie aus digitalisierten Häusern vollständig transformierte werden.

Auf dem eHealth Summit 2026 erörtern erfolgreiche Entscheiderinnen und Entscheider aus der Healthcare-Branche  bestehende und neue Digitalstrategien.(Bild: ©  AndSus - stock.adobe.com / Vogel IT-Akademie)
Auf dem eHealth Summit 2026 erörtern erfolgreiche Entscheiderinnen und Entscheider aus der Healthcare-Branche bestehende und neue Digitalstrategien.
(Bild: © AndSus - stock.adobe.com / Vogel IT-Akademie)

Nach dem letztjährigen Gastspiel in Heidelberg macht der eHealth Summit der Vogel IT-Akademie heuer Station im Scandic Hafenpark in Frankfurt am Main. Zwischen Keynotes, Roundtables und Networking-Pausen bietet sich den persönlich geladenen CIOs, CDOs und anderen Führungskräften aus dem Gesundheitswesen hier ein geschützter Raum für den persönlichen Austausch. Wer in derlei Diskussionen mit einsteigen möchte, der und dem bietet sich im Übrigen mit der eHealth Digital Conference am 2. Dezember eine virtuelle Gelegenheit.

Strategie statt Einzelprojekte

Technik allein genügt nicht, dieses Leitmotiv zieht sich stringent durch das Programm des eHealth Summit im November. Dr. med. Michael von Wagner, CMIO am Universitätsklinikum Frankfurt am Main, fragt zum Auftakt, welchen Weg die Digitalisierung dort geht, um aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Seine Stichworte sind „Konzepte statt Projekte“ und „Netzwerke ermöglichen“. Steffen Ott von den DRK Kliniken Berlin setzt nach. Er erläutert, nach welchen Kriterien Kliniken bei knappen Ressourcen priorisieren, und beleuchtet, welches Steuerungsmodell IT, Geschäftsführung, Medizin und Pflege brauchen. Auch das Patientenportal, das Till Moysies im Roundtable als „ungeliebtes Kind der Kliniken“ in den Blick nimmt, soll demnach als Strategieprojekt verstanden werden, nicht als IT-Projekt.

Den zweiten Schwerpunkt bildet die Frage nach der Finanzierung: Georg Woditsch von Alexianer IT spricht über Energie, Hardware-Infrastruktur und Förderlandschaft als unterschätzte Stellschrauben. Die anschließende Diskussion mit Gruppenarbeit wird noch konkreter und soll zum Nachdenken anregen: „Keine Kohle für nix“ – was passiert 2027, wenn Förderungen auslaufen und Kosten steigen? Dabei geht es auch um Lizenz- und Energiekosten sowie um die Frage, wer künftig das Leistungsangebot steuert.

Den ersten Tag beschließt Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg. Ihr Thema „Healthcare under Pressure“ umfasst Cyberangriffe, klinische Business Continuity und die Frage, wie CIOs auf eine neue Risikolandschaft reagieren müssen.

KI zwischen Souveränität und Budget

Am zweiten Tag dreht sich dann alles – oder zumindest das meiste – um Künstliche Intelligenz. Bart de Witte, CEO von Isaree, erörtert, warum eigene Infrastruktur über Versorgung und Compliance entscheidet. Wie KI im Alltag ankommt, zeigen Ira Stoll (myscribe) und Klaus Höffgen, CDO am Rheinland Klinikum Neuss, am Beispiel der Arztbriefschreibung, samt Live-Demo. Höffgen fragt im Roundtable außerdem, wer die KI-Party bezahlt. Parallel dazu widmet sich Prof. Dr. Annegret Kuhn (SALBULATORIUM) der Frage, warum Digitalisierung allein nicht genügt. Nach Recap und Feedback endet der Summit ab 13:30 Uhr mit Mittagessen. Bevor die Gäste diesem frönen können, gebührt der finale Auftritt allerdings dem Autor des Buchs „Der letzte Patient“, Dr. André T. Nemat, der damit den Themenblock „Prävention & Gesundheitsversorgung der Zukunft“ abschließen wird.

Details zum eHealth Summit

Auszug aus dem Programm

Einige interessante Sessions und Keynotes auf dem eHealth Summit 2026 im Überblick

  • 4. November, 11:15 Uhr: Eröffnung durch Dr. med. Michael von Wagner, Universitätsklinikum Frankfurt am Main
  • 4. November, 11:40 Uhr: Impuls-Keynote „Digitalisiert, aber nicht transformiert“ von Steffen Ott, DRK Kliniken Berlin
  • 4. November, 14:05 Uhr: Impuls-Keynote zu Förderung, Infrastruktur und Energie von Georg Woditsch, Alexianer IT
  • 4. November, 14:25 Uhr: Diskussion und Gruppenarbeit „Keine Kohle für nix“
  • 4. November, 16:40 Uhr: Roundtable „Patientenportale: Das ungeliebte Kind der Kliniken“ mit Till Moysies, moysies&partner
  • 4. November, 18:25 Uhr: Abschluss-Keynote „Healthcare under Pressure“ von Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg
  • 5. November, 9:00 Uhr: Opening-Keynote zu souveräner KI von Bart de Witte, Isaree
  • 5. November, 9:30 Uhr: KI-Arztbriefschreibung mit Ira Stoll und Klaus Höffgen
  • 5. November, 11:55 Uhr: Roundtable „KI im Krankenhaus zwischen Anspruch und Budget“ (Klaus Höffgen) und Roundtable „Krankenhaus der Zukunft“ (Prof. Dr. Annegret Kuhn)

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