Once-Only in der Sozialversicherung „Einmal angeben muss reichen“

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

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Die Sozialversicherungen haben eigentlich massive Datensätze über jeden Versicherten. Dennoch fordern sie dieselben Daten – aus mannigfaltigen Gründen – immer und immer wieder. Die BIG direkt gesund fordert eine konsequente Umsetzung des Once-Only-Prinzips.

Peter Kaetsch ist Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund und Verfechter des Once-Only-Prinzips.(Bild:  Stephan Schuetze)
Peter Kaetsch ist Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund und Verfechter des Once-Only-Prinzips.
(Bild: Stephan Schuetze)

„Wer umzieht, meldet seine neue Adresse beim Einwohnermeldeamt. Trotzdem müssen viele Menschen dieselbe Information anschließend erneut ihrer Krankenkasse oder anderen Sozialversicherungsträgern mitteilen. Das ist weder digital noch bürgerfreundlich“, lässt sich Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund, zitieren. Er geht dabei auf die Unterstützung seiner Kasse der Kampagne der Innungskrankenkassen #EffizienzGesundDenken ein. „Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht länger Datenkuriere zwischen verschiedenen staatlichen Stellen sein.“

Gemäß des Once-Only-Prinzips sollen Daten nur ein einziges Mal erfasst und im Nachgang dort verfügbar gemacht werden, wo sie für die Erfüllung gesetzlicher Aufgaben benötigt werden. Doppelmeldungen und Mehrfacherfassungen könnten dadurch nachhaltig reduziert werden. „Wenn eine Information der öffentlichen Verwaltung bereits vorliegt, sollte sie nicht noch einmal abgefragt werden. Einmal angeben muss reichen“, fordert Kaetsch weiter.

Digitalisierung bedeute nicht, dass Menschen dieselben Informationen mehrfach online eingeben müssen. Digitalisierung bedeute, überflüssige Prozesse abzuschaffen und Abläufe einfacher zu gestalten, so Kaetsch. Ein modernes Gesundheitswesen müsse die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung konsequent nutzen, um Verwaltungsaufwand zu reduzieren und Serviceangebote zu verbessern.

Ziel der Übung sei kein grenzenloser Datenaustausch, sondern ein verantwortungsvoller und transparenter Umgang mit bereits vorhandenen Informationen.

Neben der Vermeidung von Doppelmeldungen spreche sich die BIG direkt gesund dafür aus, bestehende Nachweis- und Dokumentationspflichten in regelmäßigen Abständen auf ihren tatsächlichen Nutzen zu prüfen. Man müsse sich fragen: „Kann das weg?“ Denn wo Vorgaben und bürokratische Hürden keinen erkennbaren Mehrwert für die Patientinnen und Patienten aber auch für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte bieten, sollten diese – in den Augen von Kaetsch – ersatzlos gestrichen werden.

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