DGTelemed tritt für flächendeckende telemedizinische Netzwerke ein
Notfallreform: Warum die digitale Fallübergabe allein nicht genügt

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Mehr Weiterleitungen in die Notaufnahmen – schlechte Patientensteuerung? Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) warnt vor vorschnellen Urteilen und schlägt Verbesserungen der Notfallreform vor.

Digitale Daten allein aus der Notfallsituation reichen nicht: Gerade bei pflegebedürftigen und multimorbiden Patienten sind Daten aus der Vorgeschichte wichtig, um die Betroffenen bestmöglich zu behandeln und unnötige Belastungen zu vermeiden. (Bild: ©  JovialFox - stock.adobe.com / KI-generiert)
Digitale Daten allein aus der Notfallsituation reichen nicht: Gerade bei pflegebedürftigen und multimorbiden Patienten sind Daten aus der Vorgeschichte wichtig, um die Betroffenen bestmöglich zu behandeln und unnötige Belastungen zu vermeiden.
(Bild: © JovialFox - stock.adobe.com / KI-generiert)

Eine steigende Zahl von Weiterleitungen über die Rufnummer 116 117 an die Notaufnahmen lässt nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für DGTelemed noch kein Urteil über die Qualität der Patientensteuerung zu. Die Gesellschaft bezieht sich dabei auf Niedersachsen, das als Vorbild für das neue Notfallreformgesetz diene. Aktuelle Berichte über gestiegene Weiterleitungsquoten von der Rufnummer 116 117 an Krankenhausnotaufnahmen in Niedersachsen hätten eine intensive Diskussion über die Qualität der Patientensteuerung ausgelöst.

Dr. med. Sandra Dohmen, Mitglied im Vorstand der DGTelemed, warnte davor, „aus isolierten statistischen Veränderungen voreilige Rückschlüsse auf die grundsätzliche Leistungsfähigkeit dieser innovativen Form der telemedizinischen Akutversorgung zu ziehen“. Annette Weinrich-Hempen, ebenfalls Mitglied im Vorstand der DGTelemed, sagte: „Eine steigende Weiterleitungsquote ist weder ein Beleg für eine schlechtere noch für eine bessere Patientensteuerung. Entscheidend ist, ob Patientinnen und Patienten entsprechend ihrer medizinischen Dringlichkeit sicher, schnell und bedarfsgerecht versorgt werden“.

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