22. und 23. Oktober 2026 Europäischer Gesundheitskongress München

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Während Deutschland über die Finanzierung der Krankenhausreform streitet, haben Estland und Dänemark ihre Versorgungsstrukturen längst umgebaut. Beim 25. Europäischen Gesundheitskongress treffen beide Perspektiven aufeinander. Das Programm ist ab sofort abrufbar.

Der europäische Gesundheitskongress findet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt.(Bild:  Europäischer Gesundheitskongress)
Der europäische Gesundheitskongress findet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt.
(Bild: Europäischer Gesundheitskongress)

Am 22. und 23. Oktober findet der 25. Europäische Gesundheitskongress in München statt. Unter dem Motto „Mut zur Zukunft“ diskutieren mehr als 100 Referentinnen und Referenten über Klinikstrukturen, Finanzierung und den Umbau der Versorgung.

Reformdruck als roter Faden

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) wird den Kongress im Münchner Leonardo Royal Hotel eröffnen. Über Reformdruck, Finanzierung und die Spielräume der kommenden Jahre wollen unter anderem Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, BfArM-Präsident Prof. Dr. Karl Broich sowie vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner sprechen.

Die Ausgangslage ist angespannt. Steigende Ausgaben, knappe Personaldecken und eine Krankenhausreform in der Umsetzungsphase treffen ungefiltert aufeinander. Gleichzeitig war der Spielraum, Strukturen neu zu ordnen, wohl selten derart groß.

Weiterhin werden Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Scholz (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein), Prof. Dr. Markus M. Lerch (LMU Klinikum), Roland Engehausen (Bayerische Krankenhausgesellschaft) und Markus Algermissen, Präsident des Bundesamts für Soziale Sicherung darüber diskutieren, wie die Krankenhauslandschaft der Zukunft aussehen soll. Im Zentrum stehen dabei neue Klinikstrukturen, die stetige Ambulantisierung sowie die Finanzierung der Transformatiosvorhaben.

Dr. Christian Pfeiffer, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, bringt die ambulante Perspektive in die Debatte um neue Versorgungsstrukturen und die Neuordnung der Notfallversorgung ein und möchte somit die Sektorengrenzen in Bewegung setzen. Dr. Francesco De Meo, CEO von AImaxDOC, zeigt diesbezüglich auch, wo Innovation auf die Regeln und Routinen des bestehenden Systems trifft.

Europa kommt nach München

Der Blick über die Grenzen ist programmatisch gesetzt. Pille Banhard von der estnischen Gesundheitskasse Tervisekassa, Birgitte Drewes von der dänischen Patientensicherheitsbehörde, Ward Bejlsma von Equipe Zorgbedrijven aus den Niederlanden sowie Dr. Peter Indra und Bruno Damann aus der Schweiz berichten, wie andere Länder Regulierung, Ambulantisierung und den Umbau ihrer Versorgungsstrukturen angegangen sind beziehungsweise derzeit angehen.

Insbesondere Estland und Dänemark gelten in Digitalisierungsfragen als Referenzmodelle – etwa bei nationalen Gesundheitsdatenplattformen und der Verbindlichkeit digitaler Prozesse. Für die deutsche Debatte rund um ePA, Telematikinfrastruktur sowie den operativen KI-Einsatz in der Versorgung dürfte das das Highlight des Programms sein.

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