EMA-Umfrage
Zehn Forschungsprioritäten für KI bei Arzneimitteln

Von Johannes Kapfer 4 min Lesedauer

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Ob KI in der Arzneimittelentwicklung eingesetzt werden darf, steht kaum noch zur Debatte. Offen ist hingegen, wie verlässlich sie arbeitet. Das legt eine europaweite Umfrage des Netzwerks der europäischen Arzneimittelbehörden unter 273 Stakeholdern nahe. Deren Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Clinical Pharmacology & Therapeutics“ erschienen.

Im Bereich der Arzneimittel werden die Ergebnisse von KI-basierter Forschung immer häufiger berücksichtigt.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Im Bereich der Arzneimittel werden die Ergebnisse von KI-basierter Forschung immer häufiger berücksichtigt.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

KI-Werkzeuge kommen inzwischen im gesamten Lebenszyklus eines Medikaments zum Einsatz. Das reicht von der Wirkstoffsuche über klinische Studien und die Herstellung bis zur Arzneimittelsicherheit im Nachgang der Zulassung. „KI beschleunigt Innovationen im gesamten Lebenszyklus von Arzneimitteln und verändert die regulatorische Praxis“, schreiben BfArM-Präsident Prof. Karl Broich und Peter Arlett von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) im aktuellen AI Observatory Report der EMA. Beide leiten gemeinsam die Network Data Steering Group (NDSG) der europäischen Arzneimittelbehörden.

Laut des Berichts nutzen Hersteller aus dem Healthcare-Bereich generative KI bereits, um Zulassungsunterlagen weitestgehend autonom zu entwerfen. Die Behörden selbst zählen 61 Einsatzfälle von KI in ihrer eigenen Arbeit. Für Leitlinien fehlt ihnen jedoch in vielen Bereichen noch die wissenschaftliche Grundlage. Die NDSG hat deshalb eine Umfrage durchgeführt. Anfang Q4 2025 konnten Behörden, Pharmaindustrie, Patientenvertreter, Wissenschaft und Angehörige diverser Gesundheitsberufe daran teilnehmen.

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