KI und Robotik
Moflin als Begleiter für Senioren

Von Serina Sonsalla 4 min Lesedauer

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Ein kleiner Robotik-Begleiter soll Seniorinnen und Senioren Gesellschaft leisten, beruhigen und Einsamkeit lindern. Der sogenannte Moflin reagiert auf Berührungen, Stimmen, seine Umgebung und entwickelt dabei mit der Zeit eine eigene Persönlichkeit.

Moflins lernen durch positive Verstärkung, entwickeln laut Herstellerangaben jedoch individuelle und unterschiedliche Verhaltensweisen.(Bild:  © Casio)
Moflins lernen durch positive Verstärkung, entwickeln laut Herstellerangaben jedoch individuelle und unterschiedliche Verhaltensweisen.
(Bild: © Casio)

Haustiere schenken mehr als Nähe und emotionales Wohlbefinden. Sie bringen Bewegung in den Alltag, schaffen soziale Kontakte und geben ihren Halterinnen und Haltern Liebe, Treue und Geborgenheit. Gerade im Alter können sie damit einem zentralen Gesundheitsrisiko entgegenwirken: Einsamkeit und soziale Isolation. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen verschärfen der Verlust vertrauter Alltagsstrukturen und zunehmende kognitive Einschränkungen die Situation. Fachleute beobachten zudem häufiger Ängste, Unruhe, Stressreaktionen und das Gefühl des Alleinseins. Das Technologieunternehmen Casio greift diesen Ansatz mit seiner Calm KI auf und hat mit Moflin einen kleinen, flauschigen Gefährten für Seniorinnen und Senioren entwickelt.

Moflin – ein Robotik-Begleiter

Das Moflin ist ein kleiner Robotik-Begleiter, der in Größe und Aussehen an ein Meerschweinchen erinnert. Welche tierische Rolle er letztendlich jedoch einnimmt, bleibt laut Hersteller der Fantasie seiner Besitzerinnen und Besitzer überlassen. Das Moflin kann sich selbstständig fortbewegen und verschiedene emotionale Zustände wie Freude, Entspannung, Aufregung, Angst, Einsamkeit oder Missfallen zum Ausdruck bringen. Mithilfe von KI erkennt er Licht, Berührungen und Geräusche und reagiert auf unterschiedliche Reize: Er bewegt sich beispielsweise beim Streicheln, fiebt freudig, wenn man es aus seinem Nest hebt und kann traurig werden, wenn man es kopfüber hält. Außerdem erkennt er die Stimme seiner Bezugsperson und entwickelt im Laufe der Zeit eine eigene Persönlichkeit, die sich durch die Interaktionen weiter verändert.