Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung
SDVGV: Reformschritte für Digitalisierung der Pflege

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Digitale Lösungen in der Pflege müssen in tragfähige Versorgungsstrukturen überführt werden: Anlässlich der Beratung zum Pflegeneuordnungsgesetz hat der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung ein Positionspapier mit neun Schritten vorgelegt.

Digitale Pflegelösungen sollen menschliche Zuwendung nicht ersetzen, können aber die Arbeit der Pflegenden wie auch die Orientierung für Patienten und deren Angehörige erleichtern.(Bild: ©  DC Studio – stock.adobe.com)
Digitale Pflegelösungen sollen menschliche Zuwendung nicht ersetzen, können aber die Arbeit der Pflegenden wie auch die Orientierung für Patienten und deren Angehörige erleichtern.
(Bild: © DC Studio – stock.adobe.com)

Fachkräftemangel, steigende Eigenanteile und wachsende Belastungen für Kommunen – die Pflege in Deutschland steht unter Druck. Dabei wächst die Zahl der Pflegebedürftigen, der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e. V. (SVDGV) rechnet mit bis zu acht Millionen Betroffenen im Jahr 2030. Der Verband sieht Pflegende und deren Angehörige dabei vor einem „komplexen, organisationsintensiven Geflecht aus Leistungen, Zuständigkeiten und Akteuren“, Strukturen seien vielerorts analog und fragmentiert organisiert. „Digitale Lösungen können Versorgung besser koordinieren, Fachkräfte und Angehörige entlasten und dazu beitragen, häusliche Pflegearrangements zu stabilisieren.“ Dafür müssten sie aber fester Bestandteil der Regelversorgung werden, sagt Markus C. Müller, Vorstandsmitglied des SVDGV.

Die im Pflegeneuordnungsgesetz vorgesehenen Maßnahmen wie das Pflege-Cockpit, die Verstetigung des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege und die Förderung digitaler Schulungsangebote begrüßt der Verband. Das Gesetz biete die Chance, Digitalisierung nicht nur punktuell zu fördern, sondern als festen Bestandteil einer zukunftsfähigen Pflegeversorgung zu verankern. Es komme nun aber darauf an, „die vorgesehenen Maßnahmen mit verlässlichen Rahmenbedingungen für Finanzierung, Interoperabilität und den Zugang zur Regelversorgung zu verbinden“, sagt Müller.

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung