Thüringen Telemedizin-Netzwerk für Schwangere und Neugeborene

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Ein flächendeckendes telemedizinisches Netzwerk soll in Thüringen künftig Schwangere, Neugeborene und deren Familien unterstützen – unabhängig vom Wohnort. Das Land fördert den Aufbau.

Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk (3.v.l.) überreichte den Zuwendungsbescheid für das Universitätsklinikum Jena (UKJ) an Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin am UKJ (rechts). Links im Bild: Prof. Dr. Otto W. Witte, medizinischer Vorstand, und Corinna Jendges, kaufmännischer Vorstand des UKJ.(Bild:  Rodigast/UKJ)
Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk (3.v.l.) überreichte den Zuwendungsbescheid für das Universitätsklinikum Jena (UKJ) an Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin am UKJ (rechts). Links im Bild: Prof. Dr. Otto W. Witte, medizinischer Vorstand, und Corinna Jendges, kaufmännischer Vorstand des UKJ.
(Bild: Rodigast/UKJ)

Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) entsteht ein neues telemedizinisches Netzwerk für die Betreuung von Schwangeren und Neugeborenen: Das Projekt PERIKOV-T – Perinatalmedizinischer Kompetenzverbund Thüringen soll Familien in ganz Thüringen unterstützen und die Versorgung verbessern. Perinatalzentren und Kliniken mit perinatalem Schwerpunkt aus allen Regionen Thüringens sollen künftig eng zusammenarbeiten und ihre Behandlungsergebnisse vergleichen. Aber auch die Expertise der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte soll stärker eingebunden werden, gerade um Risikoschwangerschaften besser begleiten zu können.

Das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie fördert den Aufbau des Netzwerks mit rund 1,4 Millionen Euro.

Eine gute Gesundheitsversorgung darf nicht vom Wohnort abhängen. Mit dem Aufbau eines landesweiten telemedizinischen Netzwerks verbessern wir die Versorgung von Schwangeren, Neugeborenen und ihren Familien – insbesondere in den ländlichen Regionen Thüringens.

Katharina Schenk, Thüringer Gesundheitsministerin

Mit der Förderung sollen im Rahmen des Pilotprojekts die technischen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden:

  • die telemedizinische Vernetzung geburtshilflicher und neonatologischer Einrichtungen,
  • telemedizinische Konsil- und Rufbereitschaftsstrukturen,
  • die sektorenübergreifende Zusammenarbeit,
  • Projektkoordination,
  • Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie
  • Evaluation und Qualitätssicherung.

Das Projekt, das ursprünglich im Rahmen des Runden Tisches „Geburt und Familie“ entwickelt wurde, soll bis Ende 2027 flächendeckend etabliert sein.

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