Digitalisierung und Robotik Sachsen will von Südkoreas Gesundheitswesen lernen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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In Südkorea wächst der Anteil der Älteren in der Bevölkerung schnell, in der Gesundheitsversorgung setzt das Land auf digitale Lösungen und Roboter – ein Modell auch für den Freistaat Sachsen?

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, reist mit einer Delegation vom 16. bis 21. August 2026 nach Seoul und besucht u.a. die Fachmesse „K-Hospital + Healthtech Fair“.(Bild:  Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt)
Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, reist mit einer Delegation vom 16. bis 21. August 2026 nach Seoul und besucht u.a. die Fachmesse „K-Hospital + Healthtech Fair“.
(Bild: Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt)

Sachsen will von Südkorea lernen, wie sich eine alternde Bevölkerung und der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen mit Digitalisierung und moderner Technik bewältigen lassen. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) ist dafür bis Freitag mit Vertretern aus Gesundheitswesen, Pflege und Politik in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Ein Modell für Sachsen?

„Unser Ziel ist es, Einblicke in das südkoreanische Gesundheitswesen zu gewinnen und Ansätze zu identifizieren, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Freistaat Sachsen übertragen lassen“, sagte Köpping. In den kommenden Jahren werde der Anteil der über 65-Jährigen in Sachsen weiter steigen. Gleichzeitig bleibe der Fachkräftemangel eine Herausforderung.

Südkorea steht vor ähnlichen Problemen und setzt unter anderem auf einen hohen Digitalisierungsgrad und moderne Technik im Gesundheitswesen. Die Delegation will sich deshalb anschauen, welche Lösungen auch für Sachsen interessant sein könnten.

Roboter sollen Personal entlasten

Auf dem Programm stehen Besuche in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie der Fachmesse „K-Hospital + Healthtech Fair“. Dort geht es unter anderem um digitale Krankenhäuser, Robotik, medizinische Informatik und Cybersicherheit.

Wie solche Technik bereits eingesetzt wird, soll die Delegation etwa im Hallym University Sacred Heart Hospital sehen. Dort sind nach Angaben des Ministeriums 77 Serviceroboter im Einsatz, die Aufgaben in der Logistik, bei Desinfektionsarbeiten und in der Pflege übernehmen. Seit 2019 nutzt das Krankenhaus zudem ein digitales Kontrollzentrum zur Überwachung von Patientinnen und Patienten.

Auch das Samsung Medical Center steht auf dem Programm. Es gilt als Vorreiter bei sogenannten Smart Hospitals. Papierlose Abläufe, automatisierte Logistik und die Unterstützung durch Roboter sollen dort das Fachpersonal entlasten.

Köpping setzt auf Digitalisierung

„Für eine moderne, effiziente und zukunftssichere Gesundheitsversorgung im Freistaat ist die Digitalisierung eine zentrale Voraussetzung“, sagte Köpping. Neben den Besuchen in Gesundheitseinrichtungen sind Gespräche mit Verbänden und Institutionen sowie Termine bei Unternehmen geplant. Köpping will dabei auch Kontakte für künftige Projekte und Geschäftsbeziehungen knüpfen.

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