Führungswechsel Dr. Henriette Neumeyer wird Präsidentin von HOPE

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Wechsel an der Spitze der Europäischen Krankenhausgesellschaft HOPE: Prof. Dr. Henriette Neumeyer von der DKG wurde in Lissabon einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Ihre Schwerpunkte für die kommenden drei Jahre: nachhaltige Finanzierung, Fachkräftesicherung und der Aufbau eines europäischen Gesundheitsdatenraums.

Prof. Dr. Henriette Neumeyer ist Präsidentin der Europäischen Krankenhausgesellschaft. (Bild:  © DKG/Gerd George)
Prof. Dr. Henriette Neumeyer ist Präsidentin der Europäischen Krankenhausgesellschaft.
(Bild: © DKG/Gerd George)

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Prof. Dr. Henriette Neumeyer übernimmt die nächsten drei Jahre die Präsidentschaft der Europäischen Krankenhausgesellschaft HOPE (European Hospital and Healthcare Federation).

Der Vorstand von HOPE wählte Dr. Neumeyer auf der vergangenen Sitzung in Lissabon einstimmig in das Amt. Die Medizinerin war bereits seit Juni 2025 Vizepräsidentin des Verbands und löst nun Vorgänger Eamonn Fitzgerald aus Irland ab. Ihre Position als Vize wird von der Spanierin Pilar Aparicio besetzt.

„Ich freue mich auf die Tätigkeit in den kommenden Jahren, auch mit meiner spanischen Kollegin. Wir sehen aber natürlich auch die große Verantwortung, die diese Aufgabe mit sich bringt“, erklärte Dr. Neumeyer nach ihrer Wahl. „Wir befinden uns in extrem herausfordernden Zeiten – wirtschaftlich, aber auch sicherheitspolitisch und in den Fragen unserer Demokratie.“ Gerade in diesen Bereichen sei es wichtig, den Wert der Krankenhäuser deutlich herauszustellen, betonte sie. „Wir sind Anker der Daseinsvorsorge, wir sind Stabilisatoren in kleinen, aber auch in großen Krisen. Und wir sind auch eine Institution, die das Vertrauen in Staat und Demokratie stärken kann.“

Dr. Neumeyer sprach dabei zwei zentrale Punkte für Kliniken an: Finanzierung und Digitalisierung. Die nachhaltige und sichere Finanzierung müsse auf unterschiedlichen Ebenen gesichert werden. „Wir sehen gerade in der nationalen Debatte in Deutschland, welche dramatischen Auswirkungen Einsparüberlegungen auf die Versorgung haben können“, mahnte Dr. Neumeyer und richtete das Wort an die europäische Finanzarchitektur und die nationalen Haushalte der Mitgliedstaaten: „Wer von uns fordert, dass wir hochwertige Medizin leisten, innovativ sind und krisenfest bleiben, der muss diese Aufgaben auch verlässlich finanzieren.“

Während ihrer Amtszeit möchte sie sich insbesondere der Fachkräftesicherung und der Digitalisierung widmen. Bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung kommt es laut Neumeyer auf gute Arbeitsbedingungen, eine starke Aus- und Weiterbildung sowie erleichterte Arbeits- und Anerkennungsverfahren an. Aber auch internationale Partnerschaften sollen künftig intensiviert und ausgebaut werden.

Eine wichtige Grundlage bilde zudem der europäische Gesundheitsdatenraum, um Versorgung, Forschung und Krisenvorsorge in Europas Krankenhäusern zu stärken. „Einheitliche digitale Standards und ein sicherer Datenaustausch können die Patientenversorgung verbessern. Sie können aber auch Innovationen und Geschäftsmodelle aus der EU heraus fördern und nicht zuletzt den Klinikalltag effizienter machen.“ Krankenhäuser seien Orte, an denen viele Daten gesammelt werden. Diese Daten könnten durch die medizinische Expertise so genutzt werden, dass sie einen großen Mehrwert für die Weiterentwicklung der Versorgung, aber auch für die Prävention schaffen würden; an dieser Stelle wird Dr. Neumeyer als neue Präsidentin ansetzen.

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