Krankenhausinformationssysteme
Die große Marktübersicht für KIS

Von Johannes Kapfer 13 min Lesedauer

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Der De-facto-Standard für Krankenhausinformationssysteme, SAPs IS-H, wird nicht mehr weiterentwickelt. Die Suche nach einer Nachfolgelösung gestaltet sich schwierig. Aber nicht unmöglich.

Das KIS bildet das digitale Rückgrat eines jeden Krankenhauses. Bei der Wahl des „richtigen“ KIS schwingt daher immer auch eine politische Komponente mit.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Das KIS bildet das digitale Rückgrat eines jeden Krankenhauses. Bei der Wahl des „richtigen“ KIS schwingt daher immer auch eine politische Komponente mit.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Im Oktober 2022 zog SAP den Stecker – zumindest strategisch. Der Konzern aus Walldorf verkündete, keine S/4HANA-Nachfolgelösung für sein Branchenmodul IS-H (Industry Solution Healthcare) zu entwickeln. Für Hunderte deutsche Krankenhäuser, die seit Jahrzehnten auf SAP IS-H für Patientenverwaltung und Abrechnung setzen, begann damit eine Zeitenwende. Der Mainstream-Support endet 2027, eine erweiterte Wartung läuft bis Ende 2029 – danach ist Schluss.

Als Konsequenz stehen rund 250 Kliniken, die IS-H in Kombination mit Oracle Cerners klinischem Arbeitsplatzsystem i.s.h.med betreiben, vor einer strategischen Grundsatzentscheidung. Migrieren oder modernisieren? Und wenn ja: wohin? Die DSAG (Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe) warnt seit Monaten vor wachsenden Abhängigkeiten und mangelnder Planungssicherheit. Für viele Häuser sei ein vollständiger KIS-Wechsel bis 2029 oder 2030 schlicht nicht realisierbar – weder personell noch finanziell.

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