Alzheimer Früherkennung mit KI DementAI gewinnt den SAS Hackathon

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Ein System erkennt die ersten Anzeichen von Alzheimer: DementAI ist für die Früherkennung kognitiven Abbaus konzipiert und markiert Alzheimer-Patienten, bevor sie an Spezialisten überwiesen werden.

Der SAS-Hackathon-Champion entwickelte ein Früherkennungssystem für Alzheimer. (Bild:  © SAS)
Der SAS-Hackathon-Champion entwickelte ein Früherkennungssystem für Alzheimer.
(Bild: © SAS)

Erinnerungen verschwinden, Momente verblassen. Der Organisation Alzheimer’s Disease International zufolge wird die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen 2030 auf etwa 78 Millionen geschätzt – eine Zahl, die sich fast alle 20 Jahre verdoppelt. Forschungen zeigen zudem, dass die meisten aktuell Erkrankten keine formelle Diagnose erhielten. In einkommensstarken Ländern werden beispielsweise nur 20 bis 50 Prozent der Demenzfälle dokumentiert. Ein KI-gestütztes System soll nun die ersten Anzeichen eines kognitiven Abbaus erkennen, noch bevor die Patienten zum Spezialisten überwiesen werden.

Mit DementAI gewinnt das britische Beratungsunternehmen Katalyze Data den SAS Hackathon 2025 und wurde im Frühjahr dieses Jahres zum Grand Champion auf dem SAS Innovate in Dallas gekürt. „Bemerkenswert an DementAI war nicht nur die Genauigkeit der Modelle, sondern auch der Einsatz von Governed Workflows und Synthetic Data bei der Entwicklung, ganz im Sinne des Datenschutzes“, erklärt Iain Brown, Global Head of AI & Data Science bei SAS und Mentor des DementAI-Teams. „In regulierten Umgebungen wie dem Gesundheitswesen ist dies eine grundlegende Voraussetzung, um vom Prototyp zum produktiven Pilotbetrieb zu kommen.“

Dement AI analysiert bestehende Unterlagen, indem es strukturelle medizinische Daten und Gehirnscans mit unstrukturierten Informationen wie Attesten und Arztnotizen verbindet. Auch synthetische Daten kommen bei Bedarf zum Einsatz. So entstehen subtile Muster, die den kognitiven Abbau kennzeichnen und frühe Risiken für Alzheimer signalisieren. Auf Basis retrospektiver Analysen von Patientenakten lässt sich die Krankheit somit bis zu zwei Jahre früher erkennen, gleichzeitig reduziert sich der Aufwand für die Diagnostik. Ärztinnen und Ärzte gewinnen dadurch zusätzliche Zeit für die Behandlung.

„Wir haben DementAI nicht primär entwickelt, um Vorhersagen zu treffen, sondern um den Patienten Zeit zu verschaffen“, sagte Tamás Bosznay, Principal Consultant bei Katalyze Data. „Das System zeigt Signale auf, die bereits in den Krankenakten drinstecken, aber nicht ohne Weiteres erkennbar sind. So kann unsere Lösung dazu beitragen, dass potenziell betroffene Patienten früher und zuverlässiger identifiziert und behandelt werden.“

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