Telemedizin und mehr Apotheke statt Arztpraxis? Was geht da alles?

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Hat die Apotheke um die Ecke noch auf? Und hilft sie auch bei Videosprechstunden mit Ärzten? Und was noch? Ein Angebot der Apothekerverbände gibt einen schnellen Überblick.

Apotheken sind für viele Bürgerinnen und Bürger mehr als nur Medikamentenausgabeorte. Sie wirken oftmals auch als erste Anlaufstelle bei kleineren und größeren medizinischen Problemen.(©  ABDA)
Apotheken sind für viele Bürgerinnen und Bürger mehr als nur Medikamentenausgabeorte. Sie wirken oftmals auch als erste Anlaufstelle bei kleineren und größeren medizinischen Problemen.
(© ABDA)

Impfen und Medikamentenberatung: Nicht für alles muss man zur Arztpraxis - und eventuell lange auf einen Termin warten. Viel niedrigschwellige Gesundheitsversorgung wird auch in Apotheken angeboten. Sie unterstützen jetzt auch bei der Anwendung von Telemedizin.

Einen Überblick gibt es auf der Webseite ApoGuide.de. Hier kann man nach offenen Apotheken in der Umgebung suchen und auch gezielt einzelne Leistungen auswählen. Praktisch: wer nicht gut zu Fuß ist, kann auch direkt nach Apotheken mit Parkplatz filtern.

Diese Leistungen bieten Apotheken an

Neben dem Einlösen von Rezepten sind in der Apotheke noch weitere Leistungen möglich:

  • Medikationsberatung für Menschen, die regelmäßig mehr als 5 verordnete Medikamente einnehmen müssen. Hier zahlt die Kasse. Bei weniger Medikamenten ist es eine Selbstzahlerleistung.
  • Blutdruckmessung und -beratung für Menschen mit festgestelltem Bluthochdruck.
  • Einweisung und Beratung für die Nutzung von Inhalationsgeräten.
  • Medikationsberatung bei Krebs.
  • Therapieunterstützung für Patienten nach Organtransplantationen.
  • Impfungen gegen Covid 19 oder Grippe.

Neu seit Juli 2026 ist die assistierte Telemedizin. Dabei handelt es sich um ein Angebot für Menschen, die daheim nicht die Technik für Videosprechstunden haben – oder nicht in der Lage sind, ein solches Angebot ohne Hilfe zu nutzen. In der Apotheke finden Sie die nötige Technik vor und erhalten auf Wunsch auch Assistenz beim Gespräch mit Allgemeinarzt oder Fachärztin. Besonders im ländlichen Raum kann das der deutlich schnellere Weg zum Arzttermin sein.

Kassen zahlen die Videosprechstunde

Sowohl gesetzliche als auch private Krankenkassen übernehmen die Kosten für assistierte Telemedizin. Wichtig, wenn man sie in Anspruch nehmen möchte: Man muss sein Krankenversicherungsverhältnis nachweisen, als gesetzlich Versicherter etwa sollte man seine elektronische Gesundheitskarte mitbringen - darauf können eventuell verordnete Medikamente als E-Rezept gespeichert werden.

Den ApoGuide gibt es auch als Smartphone-App für Android und iOS für die Suche unterwegs. Sie bietet noch einige weitere Funktionien:

  • E-Rezepte verwalten und versenden
  • Zugriff auf Apotheken-Shop
  • Chat mit der Apotheke
  • Medikationspläne
  • Terminvereinbarungen

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