Alles in allem handelt es sich hier um die wohl größte Kraftanstrengung seit dem zweiten Weltkrieg – und dies nicht nur auf nationaler Ebene, sondern weltweit: Rund um den Erdball setzen immer mehr Organisationen, Kommunen, Verbände und Gesundheitseinrichtungen auf zeitgemäße Technologien, um gerade jetzt schnell und effizient zu agieren. Dazu gehört unter anderem die internationale Impfallianz Gavi, die mit Salesforce zusammenarbeitet, um durch Datenanalyse und -auswertung eine gerechte Verteilung von rund zwei Milliarden COVID-19-Impfdosen in 190 Ländern bis Ende 2021 zu ermöglichen. Solche Kooperationen zwischen öffentlicher Hand und der Privatwirtschaft sorgen dafür, dass Menschen in allen Teilen der Welt Zugang zum COVID-19-Impfstoff erhalten, unabhängig von deren wirtschaftlicher Situation.
Gavi hat dafür gemeinsam mit Partnern im Juni 2020 die globale Initiative COVAX ins Leben gerufen. Um eine großflächige Verteilung gewährleisten zu können, kommt es auf Daten und Technologie an, da dafür große Mengen an länderspezifischen Informationen zu verarbeiten sind. Einen umfassenden Überblick darüber, wie viele Impfstoffdosen wo gebraucht werden, liefert die COVAX Plattform auf Basis von Salesforce. Über ein ganzheitliches, sicheres cloudbasiertes Portal können alle teilnehmenden Länder kommunizieren und beispielsweise Informationen zu Bedarfen und Verfügbarkeiten austauschen. Ein solches Portal auf Basis der Impfmanagementlösung von Salesforce ist praktisch ohne zusätzliche Codezeilen innerhalb weniger Wochen einsatzbereit – und das ist entscheidend bei diesem Wettlauf gegen die Zeit.
Cloud als Digitalisierungsmotor
Auch in nationalem Maßstab lassen sich die organisatorischen und logistischen Herausforderungen der Impfkampagne mit den bestehenden, von Bundesland zu Bundesland verschiedenen Mitteln nur schwer bewältigen. Stattdessen setzt sich auch hierzulande immer stärker die Erkenntnis durch, dass die Komplexität der Aufgaben nur durch eine entschlossene Digitalisierung beherrschbar wird.
Die Autorin, Sibylle Westermann ist Area Vice President Public DACH bei Salesforce. Aus ihrer Sicht ist die Plattformidee ein unverzichtbarer Hebel, um die Digitalisierung im öffentlichen Sektor schneller voranzubringen
(Bild: Salesforce)
Eine völlig neue Herausforderung ergibt sich aus der notwendigen Zweitapplikation des Vakzins, denn die Patienten müssen je nach Impfstoff rechtzeitig vor Ablauf einer drei- beziehungsweise vierwöchigen Zwischenfrist eine Terminerinnerung erhalten. Derzeit hat es Deutschland nur mit zwei Impfstoffen zu tun. Doch mit jedem neu zugelassenen Vakzin potenzieren sich die logistischen und organisatorischen Anforderungen.
Gleichzeitig gilt es, das Vertrauen in die nationale Impfstrategie zu stärken und den Menschen die Gewissheit zu geben, dass sie die derzeit bestmögliche Impfung zum schnellstmöglichen Zeitpunkt erhalten – einschließlich einer zweiten Auffrischungsimpfung, die eine optimale Immunantwort des Körpers erst ermöglicht. Je nach Vakzin brauchen Geimpfte dabei auch die Möglichkeit, etwaige Nebenwirkungen auch später noch auf kürzestem Wege mitzuteilen – und zwar so, dass sich diese Angaben automatisch mit relevanten Informationen wie Altersgruppe, Allergien oder Vorerkrankungen und der jeweiligen Impfstoffcharge zusammenführen lassen. Nur so können die daraus gewonnenen Erkenntnisse umgehend in die permanente Anpassung der Impfvorgaben einfließen.
Digitale Kommandozentrale
Ist es tatsächlich möglich, eine solche Vielfalt verschiedenartiger Anforderungen Ende zu Ende mit einer einheitlichen Softwarelösung abzubilden? Ja. Aber nur, wenn sämtliche Daten an zentraler Stelle in einer ortsunabhängigen Cloud mit intelligenten Analyseverfahren automatisch für den jeweiligen Anwendungszweck aufbereitet werden. Eine umfassende Cloudplattform wie Work.com for Vaccines von Salesforce bietet überdies eine breite Palette an vielfach erprobten Lösungs- und Prozessbausteinen für unterschiedlichste Einsatzszenarien. Nach dem Baukastenprinzip lassen sich damit selbst hochgradig individualisierte Anwendungen so gut wie ohne zusätzlichen Programmieraufwand in kürzester Zeit realisieren.
Kernstück solcher Anwendungen ist ein universelles Dashboard, das als ortsunabhängige Kommandozentrale auf Laptops, Tablets und Smartphones dient. Es stellt immer einen ganz bestimmten Ausschnitt all jener Daten und Funktionen bereit, die dem jeweiligen Anwendungskontext optimal entsprechen. Das Dashboard:
Stand: 08.12.2025
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bietet eine kompakte Sicht auf den aktuellen Impfstoffbestand, einschließlich zugehöriger Medizinprodukte wie Einwegspritzen
ermöglicht präzise Bedarfsprognosen und vermeidet Engpässe ebenso wie unnötige Überbevorratung
enthält intuitive Terminplanungsfunktionen inklusive automatisierter Prioritätsprüfung für einen reibungslosen Ablauf – mit kurzen Wartezeiten für Patienten und ohne ungenutzte Zwischenzeiten für Impfärzte
umfasst alle benötigten Kommunikationstools, wozu insbesondere eine automatische Terminerinnerung für die Applikation der zweiten Impfdosis zählt
vereinfacht administrative Tätigkeiten rund um die klinische Impfkontrolle.
Es kommt jetzt vor allem auf Schnelligkeit an – und darauf, dass Behörden sowie die Bevölkerung Vertrauen in die Impfkampagne setzen. Cloud-Plattformen, die über internationale und lokale Zertifizierungen (beispielsweise das C5 Testat oder die HDS-Zertifizierung) verfügen, wie Salesforce, können auf diesem Weg einen erheblichen Beitrag leisten. Andere Staaten in der EU arbeiten hier ebenso wie Gavi bereits mit Salesforce zusammen und nutzen dieses Potenzial.