Cyberkriminalität
Gestohlene Gesundheitsdaten: Analyse zur Underground-Economy

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Gesundheitsdaten sind für Cyberkriminelle von besonderem Wert: Der Missbrauch der sensiblen Daten im Cyber-Underground wird zunehmend kommerzialisiert und auf mehrfache Monetarisierung ausgerichtet, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. Öffentlich erreichbare Bildgebungssysteme spielen dabei eine besondere Rolle.

Die kriminelle Angriffskette gegen das Gesundheitswesen (Bild:  TrendAI)
Die kriminelle Angriffskette gegen das Gesundheitswesen
(Bild: TrendAI)

Ransomware-Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen sind gefürchtet – sensible Daten geraten in die Hände von Cyberkriminellen, die Versorgung von Patientinnen und Patienten ist gefährdet. Aber wie werden die erbeuteten Daten tatsächlich ausgenutzt und missbraucht? Das haben Forschende von TrendAI, dem Cybersecurity-Bereich von Trend Micro, untersucht. Für ihren Bericht „The Cybercriminal Underground: Mapping the Healthcare Data Economy“ haben sie dazu über zwölf Monate (Februar 2025 bis Februar 2026) 7.779 Beiträge in Untergrund-Foren und 21.813 Marktplatz-Inserate mit Bezug zu Cyberkriminalität im Gesundheitswesen analysiert.

Datenverkäufe aus Ransomware-Vorfällen machen demnach 36,3 Prozent der gesamten Marktplatzaktivität aus. Die Ergebnisse zeigten, dass es längst nicht mehr nur um den Verkauf von Datensätzen gehe, sondern um mehrfache Monetarisierung über Jahre hinweg: Gesundheitsdaten würden zunehmend als Grundlage für Identitätsdiebstahl, Versicherungsbetrug, gefälschte Atteste und Rezepte sowie die Übernahme von Patienten- und Mitarbeiterkonten gehandelt. „Gesundheitsdaten haben sich von gestohlenen Informationen zu Assets entwickelt, die Cyberkriminelle langfristig nutzen können“, erklärt Mayra Rosario, Senior Threat Researcher bei TrendAI.

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