RPA, KI, ML und BPM

Intelligente Automatisierung treibt die digitale Revolution im Gesundheitswesen an

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Insbesondere Stationslisten zeigen deutlich, welche immensen Vorteile eine Automatisierung wichtiger wiederkehrender Arbeitsschritte bringt. So wird die Erfassung und der „Check-in“ neuer Patienten durch eine automatische Erfassung medizinischer Daten, demografischer Angaben und Versicherungsinformationen, die Festlegung der nächsten Schritte für die Verwaltung und das medizinische Personal sowie die Erstellung oder Aktualisierung der elektronischen Patientenakte stark beschleunigt. Dadurch werden keine neuen IT-Systeme benötigt, sondern bestehende mit den vorliegenden Daten automatisch versorgt. Mitarbeitende erhalten stets einen Echtzeit-Überblick über Stationen, deren Patienten und ihres Zustandes. Auch die Qualität der Behandlung erfährt durch eine effizientere Kommunikation, etwa bei Visiten oder Übergaben beim Schichtwechsel, eine konsistentere Informationsbasis und eine Reduktion von Fehlern durch manuelle Notizen eine starke Verbesserung.

Das regulatorische Umfeld für das Gesundheitswesen entwickelt sich ständig weiter und bringt neue Verantwortlichkeiten für die Anbieter in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz sowie die Nachverfolgung und Prüfung medizinischer Verfahren mit sich. Mit Intelligenter Automatisierung können die Unternehmensverantwortlichen sicherstellen, dass sie über robuste und hochmoderne Systeme verfügen und dadurch in der Lage sind, die Einhaltung aller geltenden Vorschriften zu gewährleisten.

Wie eine Automatisierungsstrategie erfolgreich umgesetzt werden kann

Um ein Konzept zur Automatisierung betrieblicher Prozesse erfolgreich zu etablieren und zu realisieren, sind folgende Schritte entscheidend:

  • Identifizierung von Automatisierungspotenzialen: Zu Beginn sollten realisierbare Automatisierungsmöglichkeiten innerhalb der Organisation identifiziert werden. Dies erfordert eine eingehende Untersuchung aller betroffenen Prozesse, um Einschränkungen und ineffiziente Workarounds aufzudecken. Process-Intelligence-Lösungen können dabei helfen, neben den offensichtlichen Kandidaten weitere geeignete Prozesse zur Automatisierung zu erkennen und Optimierungen vorzunehmen.
  • Commitment der Belegschaft sichern: Die Mitarbeitenden sollten von Anfang an in den Transformationsprozess einbezogen und für die digitale Transformation begeistert werden. Schulungen und Weiterbildungen sollten angeboten werden, um mögliche Wissenslücken zu schließen und Bedenken abzubauen.
  • Erfolgreiche Einführung der Automatisierungsprozesse: Die Geschäftsführung spielt eine entscheidende Rolle bei der Integration der gesamten Organisation. Eine klare Kommunikation über die Auswirkungen der Automatisierung auf die Arbeit der Mitarbeitenden ist unerlässlich. Ein Center of Excellence kann eingerichtet werden, um die Initiative zu überwachen und sicherzustellen, dass sie den strategischen Zielen und Regulierungsrichtlinien entspricht.
  • Skalierung und Wartung: Nach der Implementierung sind ein kontinuierlicher Betrieb und eine langfristige Strategie für die Skalierung und Wartung erforderlich. Das umfasst klare Rollen und Fähigkeiten sowie eine flexible Infrastruktur.

Gesundheitsdienstleister sollten die Chancen der Automatisierung schnell ergreifen

Viele Unternehmen im Gesundheitswesen tun sich noch schwer, die offensichtlichen Vorteile Intelligenter Automatisierung zu erkennen; sie zögern daher. Die größte Befürchtung ist die erhebliche Belastung finanzieller, personeller und zeitlicher Ressourcen. Doch dieser Aufwand lohnt sich, denn sie erhalten dadurch eine digitale Belegschaft, die rund um die Uhr, fehlerfrei und mit viel höherer Geschwindigkeit arbeiten kann. Dies trägt nicht nur dazu bei, Patienten besser zu versorgen, sondern auch Fehler in der Back-Office-Verarbeitung zu reduzieren. Vor allem aber entlastet die Automatisierung im Gesundheitswesen Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger von administrativen Aufgaben, so dass sie sich endlich wieder vornehmlich ihrer wirklichen Profession, der Versorgung von Patienten, widmen können.

Gerd Plewka
ist Head of Solution Consulting Central, East and North Europe bei SS&C Blue Prism.

Bildquelle: SS&C Blue Prism

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