Skalierbar, flexibel und zukunftsfähig IT-Netzwerkverwaltung mit Softwarelösung

Von Nadja Müller Lesedauer: 6 min

Die IT-Abteilung der Medizinischen Universität Wien (ITSC) betreut Tausende Netzwerkkomponenten wie Anschlüsse, Endgeräte und Server. Die dafür eingesetzte Eigenentwicklung war in die Jahre gekommen, bot nicht mehr die erwünschte Funktionalität und konnte die Sicherheitsanforderungen nicht mehr voll abdecken. Deswegen entschied man sich für eine neue Informations- und Planungssoftware für Kabelmanagement und Netzwerkdokumentation. Die flexible Lösung ist skalierbar und zukunftsfähig.

Das ITSC ist der IT-Dienstleister der Medizinischen Universität Wien und stellt Mitarbeitern sowie Studierenden und Gästen IT-Services zur Verfügung
Das ITSC ist der IT-Dienstleister der Medizinischen Universität Wien und stellt Mitarbeitern sowie Studierenden und Gästen IT-Services zur Verfügung
(Bild: feelimage/Matern)

Die Medizinische Universität Wien ist mit 8.000 Studierenden die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Mit mehr als 6.000 Mitarbeitern, 30 Universitätskliniken und zwei klinischen Instituten, 13 medizintheoretischen Zentren und zahlreichen hochspezialisierten Laboratorien zählt sie zu den bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas im biomedizinischen Bereich. Die Abteilung IT-Systems & Communications (ITSC) ist dabei unter anderem für den Betrieb des Netzwerks der Universität verantwortlich, in dem einige Hundert Switches und Server sowie rund 10.000 Netzwerkanschlüsse und Endgeräte betrieben werden. Hierfür erfolgt eine Zuordnung zu Räumen und eine Abbildung mit Bezeichnungen und Komponenten.

Für diese Aufgabe wurde seit mehreren Jahren eine vom Team des ITSC selbstentwickelte Webanwendung eingesetzt. Ab 2020 zeichnete sich ab, dass diese Lösung nicht mehr den wachsenden Anforderungen genügte: Einerseits, weil die Anwendung über die Jahre historisch gewachsen und immer komplexer geworden war und daher auch Standardaufgaben einen großen Aufwand mit sich brachten. Andererseits entsprach die technische Basis nicht mehr dem neuesten Stand. Da eine Eigenentwicklung aufgrund der verfügbaren Ressourcen nicht nachhaltig realisierbar war, wurde beschlossen, auf ein externes Produkt zurückzugreifen.

Die Anforderungen

Abgesehen von einer zukunftssicheren und skalierbaren technischen Basis waren bei der Auswahl einer Plattform auch folgende inhaltliche Anforderungen zu erfüllen: der Import der Bestandsdaten in das neue System, die Beibehaltung der bekannten zentralen Funktionen sowie die Möglichkeit eines Workflows für die Verwaltung von IP-Adressen und Hostnamen mussten unbedingt gegeben sein. Auf diese Weise sollte bei der Neuerfassung von Geräten die Wiedervergabe bestehender IP-Adressen vermieden werden. Ein Workflow sollte bei der Vergabe neuer IP-Adressen unterstützen und das Einfügen neuer Felder musste einfach möglich sein. Darüber hinaus war eine Dokumentationsfunktion für die Schrankbelegung der Serverräume sowie die Verkabelung zwischen den verschiedenen Standorten und ihre Schaltung gefordert. Die Bedienung sollte über eine Weboberfläche erfolgen können.

Die Auswahl der Lösung

Nach der Evaluierung verschiedener Produkte fiel die Entscheidung schließlich auf den AT+C Verbindungs-Manager VM.7, eine Informations- und Planungssoftware für Netzwerke, Gebäudeverkabelungen, Kabelmanagement und Netzwerkdokumentation, die auch von einigen anderen Universitäten im deutschsprachigen Raum eingesetzt wird. Aufgrund der guten Vernetzung zwischen den Hochschulen war es dabei schon zu Beginn des Auswahlprozesses möglich, Berichte und Einblicke in die Arbeit mit der Applikation zu bekommen. „So konnten wir die Möglichkeiten sehen, die das Tool grundsätzlich bietet“, sagt Herbert Jacubetz, Projektleiter und Mitarbeiter des Teams für Netzwerk & Infrastruktur des ITSC. Im Rahmen einer Präsentation von VM.7 durch AT+C-Geschäftsführer Michael Brüning vor Ort in Wien wurden in einem Proof of Concept Daten aus dem bestehenden System importiert. Der Leistungsumfang und die Flexibilität der Lösung wurden dabei rasch ersichtlich.

Seit Sommer 2022 ist die VM.7 an der MedUni Wien produktiv im Einsatz. Die Implementierung nahm einen längeren Zeitraum in Anspruch, da das IP-Adressmanagement als Feature von AT+C neu programmiert wurde, um die entsprechenden Anforderungen des ITSC abbilden zu können. Umfangreiche Tests begleiteten die Umsetzung: Man musste vollständig ausschließen, dass falsche Daten importiert werden, was zu einem kompletten Ausfall des Netzwerks hätte führen können.

Projektschritte der Implementierung

Die Herausforderungen bei der Implementierung bestanden zum einen darin, die Altdaten korrekt zu übertragen und zum anderen in der Optimierung der Bedienbarkeit. Beides erwies sich als durchaus komplex. Jacubetz: „Es hat etwas gedauert, bis ich verstanden habe, wie das System und die Menüs ineinandergreifen. Mit diesem Wissen ist es einfacher, Lösungen zu finden und auch die Kommunikation ist leichter geworden.“

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