Gesundheitspolitik in Deutschland

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Die Wahrnehmung digitaler Angebote

(©  forsa-Umfrage © Pia Bublies)
(© forsa-Umfrage © Pia Bublies)

Dabei zeigt die Umfrage außerdem, dass digitale Angebote in der Tat schon genutzt werden. So stimmen 57 Prozent der Bundesbürger der Aussage zu, dass digitale Angebote und Plattformen es ihnen leichter machten, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden.

Und auch das Internet wird dabei als Informationsquelle genutzt. Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, dass es für sie einfach ist, Informationen zu Gesundheitsthemen im Internet zu finden, diese zu verstehen und beurteilen beziehungsweise nutzen zu können.

Das Problem dabei liegt darin, dass dieses Wissen und die entsprechenden Kompetenzen noch nicht alle Bevölkerungsschichten durchdrungen haben. So geben Befragte aus Ostdeutschland und mit formal mittlerem und hohem Bildungsabschluss häufiger an als Westdeutsche und Befragte mit formal niedriger Bildung, dass ihnen die Recherche im Internet leichtfällt.

Und auch, dass digitale Angebote und Plattformen es ihnen leichter machen, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden, meinen unter 30-Jährige und Befragte mit einem formal mittleren oder hohen Bildungsgrad häufiger als Befragte ab 30 Jahren und diejenigen mit formal niedriger Bildung.

Dementsprechend fällt auch die Bewertung des Potenzials digitaler Angebote in verschiedenen Alters- und Bildungsschichten unterschiedlich aus. Nur 52 Prozent der Bürger mit formal niedrigerem Bildungsgrad stimmen der Aussage zu, digitale Angebote könnten dazu beitragen, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern. Bei Befragten mit mittlerem und hohem Bildungsgrad sind es hingegen 62 und 75 Prozent.

Für den Geschäftsführer des Bosch Health Campus, Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, sprechen die Ergebnisse für eine fehlende Bürgerbeteiligung: „Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass wir dringend handeln und unser Gesundheitssystem konsequent am Patientenwohl ausrichten müssen, damit es zukunftsfähig bleibt. Der Zugang für alle zu einer bezahlbaren und qualitativen Gesundheitsversorgung auch auf lange Sicht muss gewährleistet sein – hierfür ist es wichtig, dass die Politik die Bürger aktiv bei Entscheidungen miteinbezieht.“

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