Rückblick Die Highlights der smartXcare 2026

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Die smartXcare wächst: Rund 150 Gäste kamen am 29. September in der Seifenfabrik in Düsseldorf zusammen. Auf der Agenda standen unter anderem KI, intersektorale Versorgung und Hospital@Home – und die Frage, wie aus guten Ideen konkrete Versorgung wird.

Die historische Seifenfabrik Dr. Thompson’s, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, wurde 2016 zur modernen Eventlocation umgebaut – und war Ende September 2026 auch Veranstaltungsort der smartXcare.(Bild:  © Serina Sonsalla)
Die historische Seifenfabrik Dr. Thompson’s, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, wurde 2016 zur modernen Eventlocation umgebaut – und war Ende September 2026 auch Veranstaltungsort der smartXcare.
(Bild: © Serina Sonsalla)

Viele Veranstaltungen beginnen im kleinen Kreis und wachsen mit den Jahren. Auch die smartXcare hat sich von einer eher familiären Runde zu einem etablierten Branchentreff entwickelt. In diesem Jahr waren rund 150 Gäste dabei – mehr als 50 gegenüber dem Vorjahr.

smartXcare 2026
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In der Seifenfabrik Dr. Thompson’s bekam das Motto „Keine Seifenblasen mehr – vom Versprechen zur Versorgung“ eine besondere Bedeutung. Moderator Carsten Schmid griff die Seifenblase als Sinnbild für Ideen im Gesundheitswesen auf: Vielversprechende Ansätze entstehen, bleiben aber nicht selten Visionen – ähnlich wie Seifenblasen, die wieder zerplatzen. Das Event widmete sich daher der Frage, wie aus Versprechen konkrete Versorgung werden kann.

Prof. Heinz Lohmann bei seiner Eröffnungsrede auf der smartXcare 2026.(Bild:  © Serina Sonsalla)
Prof. Heinz Lohmann bei seiner Eröffnungsrede auf der smartXcare 2026.
(Bild: © Serina Sonsalla)

Prof. Heinz Lohmann ist Soziologe, ehemaliger Kabarettist, Gesundheitsunternehmer und ein profilierter Vordenker für Klinikmanagement. In seiner Keynote ordnete er die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und jüngste politische Entwicklungen ein; zudem nahm er Stellung zur umstrittenen GKV-Reform und den geplanten Änderungen. Er mahnte, dass die Politik aktuell „auf dem falschen Dampfer“ unterwegs sei.

„Wir müssen mehr Entscheidungskraft in die Gesundheitsbranche bringen – ohne auf ein Gesetz zu warten“, erklärte Lohmann. „Zum Beispiel bei der Einführung von Innovationen.“ Denn wenn Zustimmung und Akzeptanz erst die letzten Abteilungen erreicht hätten, seien die Innovationen längst keine Innovationen mehr. „Die Gesundheitswirtschaft sollte der Politik mehr Handlungsspielraum eröffnen“, forderte er darüber hinaus. Dies könne sich sowohl in der Produktivität als auch in der Bereitschaft widerspiegeln, neue Lösungen voranzutreiben. Dabei wünsche er sich wieder mehr Begeisterung und Zuversicht mit Blick auf die Zukunft. Auch den aktuellen KI-Hype rückte Lohmann in den Fokus und stellte die Frage, worauf es ankommt, damit künstliche Intelligenz in der Gesundheitswirtschaft tatsächlich einen Mehrwert schafft. Gleichzeitig verwies er auf praktische Herausforderungen: Bei neuen digitalen Lösungen scheitere es nicht selten schon an einer funktionierenden WLAN-Verbindung.

Die Zukunft intersektoraler Versorgung

Das erste Panel behandelte bereits das zentrale Thema der Veranstaltung. Online zugeschaltet war Prof. Dr. Lars Timm, Geschäftsführer des Krankenhauses Geesthacht (Vitalcampus Geesthacht) und Vorstandsmitglied der HC&S AG. Außerdem saßen auf dem Podium:

Der Vision Talk: Wie sieht die sektorenübergreifende Versorgung der Zukunft aus?(Bild:  © Serina Sonsalla)
Der Vision Talk: Wie sieht die sektorenübergreifende Versorgung der Zukunft aus?
(Bild: © Serina Sonsalla)

  • Dr. med. Klaus Steinmeyer-Bauer, Klinischer Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH
  • Dr. med. Alexander Dinse-Lambracht, Chefarzt des Interdisziplinären Notfallzentrums und Ärztlicher Direktor am Standort Norden der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden
  • Michaela Bender, Partnerin HealthCare & Life Sciences bei der TOPOS Personalberatung GmbH, Hamburg
  • Dr. med. univ. Severin Pöchtrager, Leitender Arzt „Spital zuhause“ am Kantonsspital Baselland und an der Klinik Arlesheim.

Dr. Timm ging in seinem Vortrag auf die Bedeutung sektorenübergreifender Versorgungseinrichtungen im ländlichen Raum ein. Pöchtrager berichtete dagegen, wie Hospital@Home als Graswurzelbewegung in der Schweiz entstand und welchen Beitrag das Versorgungsmodell heute dort leistet.

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